KiDeTi e.V.
 Generationen verbinden
 


















AKTUELLES von KiDeTi (12.03.2020) 

 

Kinder + Handicap + Tiere

Inzwischen hat sich die Arbeit des Vereins KiDeTi e.V. in der Branche herum gesprochen. Vielen Kollegen werden die Projekte, in denen ausgebildete Therapiebegleithunde Schülern und Senioren helfen, in den aktiven Austausch zu treten, bekannt sein. Die Anzahl der KiDeTi Projekte an den Schulen und Altenheimen wächst stetig .

Die Hauptaufgabe von KiDeTi e.V. ist es, Menschen zu verbinden. Und zwar nicht nur Menschen mit Demenz und Schülern sondern auch Menschen mit Handicap und Schülern.

Die Ergotherapeutin Gesa Tischner aus Aurich/Ostfriesland arbeitet bereits erfolgreich mit ihren ausgebildeten Therapiebegleithunden Gismo und Haley in einer Einrichtung mit körperlich- und geistig behinderten Erwachsenen im „Lüttje Dörp“ in Aurich.

Als KiDeTi Mitglied kam sie auf die Idee, ein ganz neues KiDeTi- Projekt auf die Beine zu stellen.

Natürlich gibt es auch Bewohner in ihrer Einrichtung, bei denen noch zusätzlich zu ihrer Behinderung, eine Demenz diagnostiziert wurde. Aber Gesas Idee war, Schüler mit Menschen, die körperlich und geistig eingeschränkt sind, zu verbinden. Oft herrschen Vorurteile, Angst oder auch Scham im Umgang mit gehandicapten Menschen. Hier wollte Gesa ansetzen. Sie möchte aufklären und den jungen Menschen die Angst im Umgang mit Menschen mit Behinderung nehmen. Verständnis und Empathie bei den Schülern erzeugen und auch für Berufe in diesem Gebiet werben.

Doch wie sieht jetzt so ein Projekt genau aus? Und vor allem …..wie kommt es bei den Teilnehmern an?

 

Ein gutes Konzept war Grundvoraussetzung für die Durchführung des Projektes. Dann wurde mit Gesa`s Arbeitgeber, dem WfbM Aurich, eine Kooperation mit Kideti e.V. vereinbart. Die Allianz Versicherung aus Aurich unterstütze dieses Pilotprojekt finanziell.

Eine Realschule in Aurich konnte Gesa für dieses Projekt ebenfalls begeistern. Als Teilnehmende wurde eine 10. Klasse ausgewählt.

Zu Beginn haben alle Schüler an einem Theorieteil teilgenommen. Themen waren hier unter anderem:

  •  Vorstellung einiger Behinderungsbilder (Ursachen, Diagnostik, Symptome, Therapie)

  •  Artgerechter Umgang mit Hunden (Lernverhalten der Hunde, Kommunikation unter Hunden und mit dem Hund)

  •  Aufgaben und Ausbildung eines Therapiebegleithundes

  • Vorstellung der Berufsbilder: Hundetrainer/in, Ergotherapeut/in, Erzieher/in, Heilerziehungspfleger/in, Altenpfleger/in, Logopäde/in

  • Persönliche Geschichte und Erfahrungen einer betroffenen Mutter
  • Vorstellung der tiergestützten Therapie 

Für den Praxisteil konnten dann nur einige Schüler ausgewählt werden. Hier wurde von Gesa und der Lehrerin geschaut, welche Schüler die besten Voraussetzungen für den praktischen Umgang mit den Bewohnern erfüllen. Die Schüler sollten interessiert und empathisch sein und ggf. sich für einen Beruf auf diesem Gebiet interessieren.

In einem Praxisteil durfte ich Gesa über die Schultern schauen und war fasziniert von der Gruppe. Es war ergreifend mit anzusehen wie Schüler, Bewohner und auch Haly, der Hund, zusammenarbeiteten und welchen Spaß sie miteinander hatten.

Das bestätigten auch die Aussagen von Till und Lea, zwei teilnehmenden Schülern:

Till:„Ich habe erlebt wieviel Spass die Bewohner mit diesem Projekt haben und wie sie sich immer gefreut haben daran teilzunehmen. Das Leben im „Lüttje Dörp“ hat mich auch sehr interessiert. Ich kann jetzt verstehen, wie sich Menschen mit einer Behinderung fühlen und möchte evtl. meinen beruflichen Werdegang in dieses Fachgebiet lenken “

Lea: „Mich hat der Alltag der Bewohner interessiert und ich wollte die Menschen hier direkt kennenlernen. Durch die Selbstversuche im Projekt kann ich mich jetzt viel besser in die Menschen hineinversetzen und sie verstehen. Ganz bewegend war für mich zu sehen, dass die Menschen, trotz ihrer teilweise sehr starken Behinderung, so viel Freude am Leben haben“

 

Auch die Projektleiterin Gesa durfte viele „Aha- Momente„ in diesem Projekt erleben. Zu sehen, wie sich die Bewohner auf die wöchentlichen Treffen mit den Schülern gefreut haben und wieviel Spaß alle gemeinsam hatten, war der größte Lohn für ihre Arbeit, sagt Gesa.

Aber auch die Schüler haben gelernt zu verstehen und waren während des ganzen Projektes hochmotiviert. Die Entwicklung der Schüler in diesem Projekt zu sehen, gibt einem die Gewissheit alles richtig gemacht zu haben und aus einem Pilotprojekt einen festen Bestandteil von KiDeTi e.V. zu etablieren.

 

Hat dieser Bericht ihr Interesse geweckt, auch an ihrer Einrichtung so ein tolles Projekt durchzuführen dann können sie über info@kideti.de gerne Kontakt aufnehmen.





KiDeTi: Kinder - Demenz und Tiere   


 

Im Jahr 2050 werden drei Millionen Menschen an Demenz erkrankt sein und das ist eine enorme therapeutische und gesellschaftliche Aufgabe.   

 

Der Einsatz von Robotern in der Altenpflege wird immer weiter vorangetrieben.
Mit unseren Projekten möchten wir einen Beitrag zu einem menschlichen und persönlichen Miteinander leisten, indem wir Kinder, Demenz erkrankte und Tiere zusammen bringen.

Ein Therapiebegleithund öffnet dabei nicht nur Türen und Herzen von Alt und Jung, sondern bildet eine stabile Brücke zwischen den beiden Generationen, die ohne Scham überschritten werden kann.

Beide Generationen lernen im aktiven Zusammensein voneinander.
Wir bringen den Kindern den artgerechten Umgang mit Hunden nahe und stellen Berufe wie beispielsweise den des Ergotherapeuten, der Pflegekraft oder des  Tierarzt vor.
Die Senioren werden aus ihrer Einsamkeit und Lethargie geholt und können im Miteinander mit den Kindern ihre wertvollen Erfahrungen an sie weitergeben. Gleichzeitig werden u.a. die Erinnerung und die Mobilität aktiviert. Das Selbstwertgefühl wird wieder bestärkt und die Kommunikation angeregt. 
Die Projekte werden von ausgebildeten, zertifizierten Therapiebegleithundeteams durchgeführt und auf einem fachlich anspruchsvollen Niveau begleitet. Die Projektleiter sind erfahren im Umgang mit Kindern und demenzerkrankten Senioren.
Auch unsere Hunde sind speziell in der Arbeit mit demenzkranken Senioren und mit Kindern ausgebildet und erfahren. Sie werden regelmäßig tierärztlich untersucht und von ihren Ausbildungsinstituten regelmäßigen Nachprüfungen unterzogen.
Wenn wir jetzt Ihr Interesse an einem KiDeTi-Projekt geweckt haben, würden wir uns freuen Ihnen in einem persönlichen Gespräch unser Projekt näher bringen zu können.